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Herzlich willkommen

auf der Website meiner Wiener Agentur für Direct Mail Fundraising. Meine Firma besteht seit dem Frühjahr 2000 und ist ausschließlich im Spendenmarketing tätig. Unter dem Menüpunkt "Direct Mail Fundraising" informiere ich Sie gerne darüber, was ich für Sie tun kann.

Für mich selbst ist die Sympathie zu Ihren Zielen die wichtigste Motivationsquelle. Im Gegensatz zum Mitbewerb sponsern bei Fontanari Ihre Spender nicht zuallererst Druckereien und Agenturen, sondern Ihr Projekt. Dies wird durch die schmale und kosteneffiziente Struktur meiner Firma möglich. Effizienz geht bei meinen Kooperationspartnern und mir vor Masse.

Die Entwicklung als Firma aus einem EDV-Dienstleister heraus bringt für Sie weitere wesentliche Vorteile. Ich verfüge nämlich über meine eigene Fundraising-Software, die Sie und mich unabhängig macht.

Viel Erfolg wünscht,

Ihr

Thomas Fontanari

NEWS:

15.5.2018: Unklarheiten bei Umstellung der Schweizer "Einzahlungsscheine"

Wie die im Kanton Zürich beheimatete Qualitätsdurckerei Spühler in einem aktuellen Newsletter mitteilt, gibt es bei der Umstellung der beiden bisherigen Typen Schweizer "Einzahlungsscheine" (entsprechen unseren Zahlungsanweisungen) Unklarheiten. Diese sollen Mitte nächsten Jahres durch ein Formular mit QR Code ersetzt werden. Der Termin wurde bereits mehrfach verschoben.

Die Fa. Spühler rät Spendenorganisationen b.a.w. die bisherigen Einzahlungsscheine zu verwenden, damit sich die Menschen erst an das neue System gewöhnen können.

Thomas Fontanari

6.12.2016: Das Ende des iTANs

Seit ein paar Jahren wird bei immer mehr österreichischen Banken das Unterzeichnen von Überweisungen und diverser anderer Bankgeschäfte mittels iTAN im Onlinebanking abgeschaltet. Unter "iTAN" versteht man eine "indizierte TAN-Liste", also einen Zettel mit durchnummerierten Freischaltcodes. Dieser gilt als weniger sicher als die neueren Verfahren mTAN bzw. Sm@artTAN (auch als "secTAN" u. dgl. bezeichnet). Bei ersterem erhält man den Code aufs Mobiltelefon. Den Sm@artTAN kann man mittels einer Kundenkarte und einem taschenrechnerähnlichen Gerät generieren.

Nun wird diese Umstellung auch bei der für Spendenempfänger interessanten BAWAGPSK nachvollzogen. Die iTANs gelten dort nur mehr bis 18. Jänner 2017. Kunden müssen auf m- bzw. Sm@rtTAN umsteigen.

Thomas Fontanari

5.12.2016: Spendenabsetzbarkeit neu... neu

Mit 1.1.2017 treten für Organisationen, welche die Spendenabsetzbarkeit genießen, durch die verpflichtende automatische, elektronische Spenderdatenübermittlung erhebliche Neuerungen in Kraft.


Die wichtigsten Punkte aus Sicht der NPOs:

Übermitttlungspflicht: Die Spendenbegünstigte Organisation ist verpflichtet, die Spenderdaten unaufgefordert und pünktlich über FinanzOnline zu übermitteln, wenn vom Spender zumindest folgende Daten vorliegen: Vorname, Nachname, Geburtsdatum.

vbPK SA: Der Spendenempfänger muss an das Zentrale Melderegister eine Abfrage stellen und erhält so das "verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen". Mit diesem kann man dann die Spendendaten an die Finanzverwaltung übertragen. Die Abfrage ist kostenlos.

Betriebsausgaben: Firmen können Spenden an Spendenbegünstigte Organisationen als Betriebsausgabe verbuchen. Diese Spenden sind nicht von der Spenderdatenübermittlung betroffen und müssen weiterhin vom Spender selbst geltend gemacht werden.

Zustimmungserklärung/Opting Out: Eine Zustimmungserklärung ist für ab dem 1.1.2017 getätigte Spenden nicht notwendig. Im Gegenteil, siehe oben, die Organisation hat die Daten sogar zu melden. Der Spender kann auch nicht im Nachhinein die Übermittlung untersagen. Liegen die erforderlichen Daten für die Meldung allerdings bereits vor dem 1.1.2017 komplett vor, so ist dem Spender die Möglichkeit eines "Opting Outs" einzuräumen. Nützt er dies nicht, so gilt für die NPO künftig die Übermittlungspflicht.

Onlinebanking/Überweisungsträger: Eine eigene Eingabemaske in den Onlinebankingsystemen der Banken ähnlich wie bei der Finanzamtszahlung wird es voraussichtlich nicht geben. Sehr wohl geben wird es jedoch einen speziellen Überweisungsträger zur Erhebung der Daten. Die reprofähige Vorlage ist bei der STUZZA, dem Normungsinstitut für den österreichischen Zahlungsverkehr, käuflich erhältlich.

Nachmeldungen/Korrekturen: Die Spenden empfangende Organisation ist unbefristet verpflichtet, Nachmeldungen bzw. Korrekturen an die Finanzverwaltung zu übermitteln, z. B. wenn die Spende dem Spender zurückgezahlt wird.

Update 28.2.2017:
Zumindest im "Electronic Banking (ELBA)" der Raiffeisenbanken gibt es ab sofort zur Unterstützung der spendenbegünstigten Organisationen und der Spender doch eine Belegart "Online Spenden". In der entsprechenden Maske werden personenbezogene Daten wie das Geburtsdatum automatisch vorausgefüllt und an den Empfänger übermittelt.

Thomas Fontanari

13.8.2016: Preissteigerung bei schwereren Briefen ab 2017

Bei den vollfrankierten Sendungen wird sich die Post ab 1.1.2017 noch stärker verteuern als bei der Sponsoring.Post. Beim Standardbrief bis 20g bleibt national und international der Preis gleich (0,68 bzw. 0,80 Euro), darüber wird aber z. Tl. erheblich mehr zu bezahlen sein. Die Tarifstufen "Standard Plus", "Maxi", "Maxi Plus" und "Großbrief" werden verschwinden und durch einen Brief "M" bis 75g ersetzt, der national 1,25 Euro und international 1,75 Euro kosten wird ("Standard Plus" bis 50g bislang 1 bzw. 1,50 Euro).

Über 20g wird es bis 2kg nur mehr sog. "Päckchen" in den Tarifen "S" und "M" geben. Unter "Päckchen" versteht die Post schwerere, größere Briefe, die nicht eingeschrieben sind und in den Briefkasten passen. Über 2kg bzw. einer Maximalgröße ist dann das Produkt "Paket" zu verwenden. Die "Päckchen" werden 2,50 bzw. 4 Euro kosten.

Die Post hat die neuen Tarife hier auf ihrer Website online gestellt.

Thomas Fontanari

12.8.2016: Rollende Verteuerung der "Sponsoring.Post"

Die Post kündigt bereits jetzt für die nächsten drei Jahre rollende Preisanhebungen bei ihrem "Sponsoring.Post" Tarif an. Der Tarif wird erstmals am 1.1.2017 verteuert (z. B. von dzt. 170,70 Euro für 1.000 Briefe bis 20g auf dann 180,56 Euro), dann wieder ab 1.1.2018 (185,98 Euro für 1.000 Stk. 20g Briefe) und zuletzt am 1.1.2019 (191,56 Euro). Eine detaillierte Preisliste für die nächsten drei Jahre findet sich  hier.

Parallel dazu wird auch das sog. "Jahresentgelt" angehoben. Die Rücksendegebühr bleibt gleich.

Weiters wird es zwei zusätzliche Neuerungen geben.

Die Tarife werden für Organisationen mit und ohne Spendenabsetzbarkeit unterschiedlich sein. Organisationen mit Spendenabsetzbarkeit werden einen etwas günstigeren Tarif erhalten, der aber ebenfalls über dem heutigen Preis liegen wird (2017: 177,05 Euro, 2018: 178,82 Euro, 2019: 180,61 Euro). Eine detaillierte Preisliste für die nächsten drei Jahre findet sich  hier.

Zweite Neuerung wird ein Tarif "Sponsoring.Post Express" sein. "Sponsoring.Post" Sendungen werden dann, wenn bei der Versandvorbereitung gewisse Voraussetzungen erfüllt werden, binnen max. zwei Tagen anstatt sonst fünf zugestellt. Informationen dazu stellt die Post auf Ihrer Website bereit. Der Preis beträgt zusätzliche 55,60 Euro zum jeweiligen Beförderungsentgelt.

Thomas Fontanari

18.2.2016: Umstellungen im Bankensystem

Seit Monatsbeginn sind mehrere Umstellungen im österreichischen und europäischen Bankensystem in Kraft.

Zunächst einmal zieht die BAWAG/PSK mehrere Unterinstitute was den BIC betrifft zusammen. Der BIC für Konten vormaliger PSK-Kunden, der Sparda-Bank und der Verkehrskreditbank wird auf den der ursprünglichen BAWAG-Konten, nämlich BAWAATWW, geändert. Dieser neue BIC gilt seit Monatsbeginn. Überweisungen mit dem alten BIC auf Konten bei den genannten drei Banken werden nur mehr bis 30.6.2016 durchgeführt. Für ehemalige BAWAG-Kunden, solche die ihr Konto erst nach der Fusion bei der BAWAG/PSK eröffnet haben und Kunden der Easybank, welche ebenfalls zum Konzern gehört, ändert sich nichts.

Weiters wird der beleghafte Zahlungsverkehr (also v.a. jener mit den seit der SEPA-Umstellung "Zahlungsanweisung" genannten Erlagscheinen) ebenfalls seit Monatsbeginn bei allen österreichischen Banken auf Automatik umgestellt. Das bedeutet, dass Zahlungsanweisungen künftig ausnahmslos von einer Maschine gescannt und dann rein elektronisch weiterverarbeitet werden. Eine Übermitttlung des Scans der ausgefüllten Zahlungsanweisung an den Zahlungsempfänger ist nicht mehr vorgesehen. Da diese Umstellung noch bei keinem der von mir betreuten Spendenkonten durchgeführt ist, vermute ich, dass eine beleghafte Zahlung künftig auf Empfängerseite wie eine Online-Banking-Zahlung aussehen wird. Das Normierungsinstitut der österreichischen Banken (STUZZA) hat Gestaltungsrichtlinien für Zahlungsanweisungen erlassen, damit diese möglichst vollständig und verlässlich eingelesen werden. Es wird empfohlen, sich genau an diese Richtlinien zu halten.

Ein aktuelles Update der Gestaltungsrichtlinien trägt auch dem Umstand Rechnung, dass wiederum seit Monatsanfang der BIC für Überweisungen im SEPA/EWR-Raum nicht mehr notwendig ist. Für Überweisungen im Inland galt dies bereits seit 1.2.2014. Es wird deshalb angeraten, den BIC bei Zahlungsanweisungen gar nicht mehr einzudrucken, da diese ohnehin nur im Inland verwendet werden können.

Thomas Fontanari

10.6.2015: Spendenabsetzbarkeit durch Bürokratie gefährdet

Im Bereich der Spendenabsetzbarkeit droht mit der automatischen Arbeitnehmerveranlagung eine erhebliche Belastung spendensammelnder NGOs. Der Fundraisingverband protestiert zu recht und sieht in einer Stellungnahme zahlreiche Probleme:

 http://www.fundraising.at/LinkClick.aspx?fileticket=1tAwf0s6tWY%3d&tabid=323&language=de-DE

Begünstigte Organisationen, welche die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden an sie zuerkannt bekommen haben, sollen künftig dazu gezwungen werden, die Daten der Spender elektronisch an die Finanzverwaltung zu melden. Nur so sollen die Spenden künftig abgesetzt werden können.

Eine der vielen Schwierigkeiten dabei ist, dass auf diesem Weg nur Absetzbeträge von Lohnsteuerpflichtigen geltend gemacht werden können. NGOs wissen aber im Regelfall nicht, welcher Art von Erwerbstätigkeit ihre Spender nachgehen und ob sie nicht doch einkommenssteuer- oder gar nicht steuerpflichtig sind. Es besteht die Gefahr, dass in der Praxis jede Menge Spendendaten von Personen an den Staat übermittelt werden, für die das unnütz ist oder die das gar nicht wollen.

Da eine positive Auswirkung der Steuergeschenke an Spender auf das Spendenvolumen bislang nicht nachgewiesen ist, ist m. E. anzuraten, falls der Gesetzesvorschlag so kommt, auf die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden zu verzichten. Damit erspart sich die NGO einen erheblichen administrativen Aufwand und läuft zudem nicht in Gefahr, dass Spender wegen Datenschutzbedenken ihre Zuwendungen einstellen.

Thomas Fontanari

19.9.2014: Tariferhöhung bei der Post

Wie die Post diese Woche mitgeteilt hat, wird sie per 1. März 2015 einige ihrer Tarife anheben.

Mit Briefmarke vollfrankiert wird der Standardbrief (bis inkl. 20g) nunmehr 68 Cent statt bisher 62 Cent kosten. "Standard Plus" (bis inkl. 50g) wird das Porto auf einen Euro statt bisher 90 Cent kommen. (s.:  http://www.post.at/downloads/PPV_Brief_National_2015.pdf)

Angehoben werden die Preise auch beim Produkt "Info.Mail", der früheren Massensendung. Beim Produkt "Info.Mail Classic" wird der Brief bis 20g nunmehr 32 statt bisher 29 Cent kosten. Entsprechende Preissteigerungen finden sich auch bei den verschiedenen Tarifstufen des "Info.Mail classic" bis 50g. (s.:  http://www.post.at/downloads/PPV_Info.Mail_gueltig_ab_1.3.2015.pdf)

Nicht erhöht wird das Porto bei dem für Zeitungen und Fundraisingpost offenstehenden vergünstigten Produkt "Sponsoring.Post".

Thomas Fontanari

1.8.2014: SEPA Umstellung abgeschlossen

Die SEPA-Umstellung ist mit heutigem Tag abgeschlossen. Ab sofort kann nur mehr mit "IBAN dem Schrecklichen" und ins Ausland zusätzlich mit BIC überwiesen werden. Überweisungen mit Kontonummer und Bankleitzahl werden nicht mehr angenommen. Auslandsüberweisungen innerhalb des SEPA Raumes sind zu den Inlandsgebühren durchzuführen.

Kaum Erleichterungen bringt SEPA im Zahlungsverkehr mit der Schweiz und Monaco. Beide sind Mitglied von SEPA, aber nicht des EWR. Es gilt daher nicht die EU Gebührenverordnung. Die Banken können weiter Auslandszahlungsverkehrsspesen verrechnen, auch wenn es sich um eine SEPA Überweisung in der Währung Euro handelt. Trotzdem ist es ratsam, Schweizer Förderern eine SEPA Überweisung in Euro nahezulegen, da sonst zusätzliche Wechselkursspesen anfallen. Der Zahlungsverkehr mit der Schweiz kann zudem länger als bis zum im SEPA-Raum ansonsten vorgeschriebenen nächsten Werktag dauern.

Thomas Fontanari

1.7.2013: "Klasse statt Masse" in Version 2 (2. Auflage) online

Mein Qualitäts-Fundraising Buch "Klasse statt Masse" ist ab sofort in Version 2 bei amazon online. Ich danke allen Käufern und Unterstützern.

Thomas Fontanari

3.10.2012: "Klasse statt Masse. Das Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising-Handbuch"

Ich habe kürzlich über amazons "Kindle Direct Publishing" mein erstes Buch herausgegeben, das von meinem spezfischen Zugang zum Fundraising handelt:


Titel: Klasse statt Masse. Das Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising-Handbuch
Format: E-Book
Preis: 3,99 Euro
ASIN: B009C7564C


Zum Lesen eines amazon E-Books ist nicht unbedingt ein Kindle Lesegerät erforderlich. Der Text kann auf allen möglichen Bildschirmgeräten (PC, MAC, iPad etc.) mit Hilfe der jeweiligen sog. "Kindle Lese-Apps" angezeigt werden.

Thomas Fontanari

21.6.2012: "Giving in Austria"

Der typische Spender ist alt, weiblich und religiös. Trotzdem zeichnen diese Spenderinnen nicht für den Großteil des Spendenvolumens verantwortlich. Zu diesem Schluß kommt die letzten Monat veröffentlichte aufschlußreiche Studie "Giving in Austria. Einflußfaktoren auf das Spendenverhalten der österreichischen Bevölkerung" von Michaela Neumayr und Christian Schober. Wenn die oben beschriebene Personengruppe auch die meisten Spendenakte setzt, so sind alte, gut ausgebildete Personen beiderlei Geschlechts mit hohem Einkommen für den Großteil des finanziellen Spendenvolumens verantwortlich.

Auch sonst ist die Studie vom in meiner alltäglichen Arbeit und hier auf der Website beackerten Gegensatz zwischen der Häufigkeit der Spendenhandlung einerseits und der Durchschnittsspende bzw. dem absoluten finanziellen Volumen anderseits durchsetzt. So wird u.a. festgestellt, dass in den letzten Jahren das Spendenvolumen kontinuierlich steigt, während die Anzahl der Spenden sinkt. Weniger Menschen geben also je für sich und in Summe mehr. Eine beredte Bestätigung des von mir eingeschlagenen Wegs des Qualitäts-Direct-Mail-Fundraising.

Was die Häufigkeit der Transfers betrifft, so führen Sammlung im Gottesdienst, Erlagschein (künftig: Zahlungsanweisung) sowie Haussammlung an der Wohnungstür praktisch gleichauf die Liste an. Alle anderen Transfermethoden folgen abgeschlagen, Telefonspenden sind selten und Internet sowie SMS werden sogar so wenig häufig genutzt, dass sie statistisch gar nicht greifbar sind. Seriöserweise sollte nach Veröffentlichung dieser Ergebnisse die Bewerbung dieser drei vermeintlich modernen Kanäle eigentlich eingestellt werden.

Was die Gegenüberstellung von Transfermethode und erzieltem Spendenvolumen betrifft, so sieht die Reihung anders aus. Auf Dauer- bzw. Abbuchungsaufträge entfällt mehr als ein Viertel , was die von mir bisher geäußerte Kritik an diesem mir aus verschiedenen Gründen unsympathischen Kanal leider in Frage stellt. Erlagscheine stellen knapp folgend ebenfalls mehr als ein Viertel des Spendenvolumens. Mit jeweils guten 10% schlagen Sammlung im Gottesdienst sowie Haussammlung zu Buche und knapp 7% gehen auf Benefizveranstaltungen zurück. Alle anderen Kanäle rangieren unter "Ferner liefen", Telefon, Internet und SMS sind auch was das Volumen betrifft völlig bedeutungslos. Mit dem hohen Volumen korrelierend sorgen die Dauer- bzw. Abbuchungsaufträge auch für die höchste Durchschnittszuwendung pro Jahr. Als über die Jahre stabilste Kanäle machen die Forscher Gottesdienst, Haussammlung und Erlagscheine aus.

Was die Spendenzwecke betrifft, so wiederholt sich der oben herausgearbeitete Gegensatz. Am häufigsten gespendet wird für die Kirche und die Feuerwehr. Am meisten Geld fließt aber in dieser Reihenfolge der Katastrophenhilfe, der Kirche und Kindern zu. Bei den Spendezwecken ist das Bild aber ausgeglichener als bei den anderen Analysen, diese drei erfolgreichsten Spendezwecke können nämlich lediglich 15, 13 und 11% auf sich ziehen und lassen anderen Anliegen so genügend Raum.

Im Bereich der steuerlichen Absetzbarkeit kann die Frage nach deren Nutzen, insbesondere im Gefolge der Ausweitung im Jahr 2009, von den Autoren nicht beantwortet werden, was meine Zweifel am Sinn dieser Maßnahme noch verstärkt.

Abschließend wird die bereits aus vom Linzer Public Opinion Institut publizierten Analysen bekannte hohe Korrelation zwischen Bekanntheitsgrad und Spendenbereitschaft bestätigt.

Die von der Wirtschaftsuniversität Wien herausgegebene Studie ist unter folgender URL kostenlos abrufbar:

https://www.wu.ac.at/npocompetence/research/abgeschlforsch/giving-austria/

Thomas Fontanari

29.5.2012: Spendenabsetzbarkeit

Aus gegebenem Anlaß nachfolgend eine Zusammenfassung der dzt. gültigen Regelung zur steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden.

Grundsätzlich ohne gesonderten Bescheid steuerlich absetzbar sind wie bisher Spenden an Organisationen auf einer taxativ aufzählenden Liste, welche Forschung bzw. Erwachsenenbildung dienen oder aus sonstigen Gründen gelistet sind. In die erste Kategorie fallen z.B. die Akademie der Wissenschaften, in die zweite die Freiwilligen Feuerwehren.

Weiters sind Spenden absetzbar, wenn sie an Organisationen erfolgen, die durch Bescheid spendenbegünstigt sind. In den Genuss der Spendenbegünstigungen können diese gelangen, wenn sie:

 

  • wissenschaftliche Zwecke verfolgen,
  • mildtätig sind,
  • Katastrophen- bzw. Entwicklungshilfe leisten,
  • Umwelt- bzw. Natur- oder Artenschutz betreiben oder
  • Tierheime unterhalten.

 

Begünstigte Organisationen müssen weiters den begünstigten Zweck "... im Wesentlichen (= zumindest 75% der Gesamtressourcen) ..." und rechtsgrundlagenmäßig ausschließlich verfolgen. Damit sind z.B. i.w.S. politisch ausgerichtete Initiativen üblicherweise von der Spendenbegünstigung ausgeschlossen.

Sind die Voraussetzungen gegeben, erfolgt ein sog. "Spendenbegünstigungsbescheid" und die Organisation wird auf der Website des Finanzministeriums in die Liste der über Bescheid begünstigten Spendenempfänger aufgenommen.

Links:
Erläuterung der Spendenabsetzbarkeit durch das Finanzministerium
Detailinformationen für mildtätige bzw. katastrophen- und entwicklungshelfende Organisationen
Detailinformationen für Organisationen, die dem Umweltschutz dienen oder Tierheime betreiben

Thomas Fontanari


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